Aktuelles aus Brüssel

Politische Einigung für ein öffentliches Country-by-Country-Reporting

Die portugiesische Ratspräsidentschaft hat mit Vertretern des Europaparlaments eine vorläufige politische Einigung für ein (eingeschränktes) öffentliches Country-by-Country-Reporting erzielt. Befürworter sehen in der öffentlichen und länderspezifischen Offenlegung von betriebswirtschaftlichen und ertragsteuerlichen Daten ein wirksames Instrument gegen Steuervermeidung von international tätigen Unternehmen. Kritiker sehen hingegen erhebliche Wettbewerbsnachteile für europäische Unternehmen gegenüber Wettbewerbern aus Drittstaaten, denn die länderspezifische Offenlegung von betriebswirtschaftlichen und ertragsteuerlichen Daten erlaube Rückschlüsse auf Kostenstrukturen, Preispolitik und Gewinnmargen.

Das IDSt befasst sich mit Lösungsansätzen für Unternehmen, um die zunehmenden Berichtspflichten wie das Country-by-Country-Reporting rechtssicher administrieren zu können. Der Fachausschuss „Standardisierung periodischer Informationspflichten“ hat als Arbeitsauftrag die Schaffung eines medienbruchfreien und standardisierten Steuer-Reportings an die Finanzverwaltungen aus den Daten der Buchführung in aggregierter Form. Ziel ist die Vermeidung von inhaltlichen Redundanzen und die Reduzierung unterschiedlicher Formate und Berichtswege (Grundidee des Standard Business Reporting). Die Beschäftigung mit Methoden zur Bekämpfung unerwünschter Steuergestaltungen ist nicht Gegenstand der Arbeit des Fachausschusses.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Aktuelles aus Berlin

Automationsfreundliche und digitaltaugliche Steuergesetze

Hinsichtlich der Automationsfähigkeit und Digitaltauglichkeit des aktuellen Steuerrechts hat die FDP-Bundestagsfraktion eine Reihe von Fragen zum Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens, welches am 18. Juli 2016 verabschiedet wurde, an die Bundesregierung gerichtet.

Die durchaus interessanten Antworten der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Katja Hessel, Christian Dürr, Dr. Florian Toncar, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP (Drucksache 19/28391) finden Sie nachstehend zum Download.

News

Trendradar TAX des Handelsblatt Research Institute

Die steuerliche Arbeit in Unternehmen wird in den nächsten Jahren mit zahlreichen Trends und Herausforderungen konfrontiert. Eine große Rolle spielt dabei die digitale Transformation. Zwar sorgt der Megatrend der Digitalisierung seit einigen Jahren dafür, dass Transformationsprozesse in unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensbereichen angestoßen werden. Überraschenderweise sind die steuerlichen Prozesse in Unternehmen davon bislang nur wenig betroffen gewesen.

Genau an diesem Aspekt setzt der „Trendradar TAX“ des Handelsblatt Research Institute an. Er beleuchtet erstens die Trends im Bereich der Steuerfunktion, skizziert basierend auf einer Unternehmensbefragung den aktuellen Stand der Digitalisierung und stellt drittens einige Beispiele vor, wie Unternehmen ihre Steuerabteilung digitalisieren können.

Download: Trendradar
News

Künstliche Intelligenz: Austausch zwischen IDW und BSI

Immer mehr Unternehmen nutzen auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte betriebliche Systeme. In der Folge werden Wirtschaftsprüfer verstärkt mit der Frage nach der Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit dieser Systeme konfrontiert.

Zum Thema „Prüfung und Zertifizierung von KI“ hat sich das IDW Anfang März zu einem ersten Gedankenaustausch mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) getroffen. Das BSI setzt sich als Bundesbehörde mit Fragen der Informationssicherheit auseinander.

Darüber hinaus hat sich das IDW auch mit cloudbasierten Geschäftsmodellen und der Blockchain-Technologie befasst.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Aktuelles International

Tax Administration 3.0: The Digital Transformation of Tax Administration

Die OECD hat ein neues Diskussionspapier „Steuerverwaltung 3.0“ zur digitalen Transformation der Steuerverwaltung veröffentlicht. Das Diskussionspapier wurde vom OECD-Forum für Steuerverwaltung (Forum for Tax Administration, FTA) veröffentlicht. Es wurde zuvor auf der Plenartagung des FTA 2019 von den Kommissionsmitgliedern in Santiago angefordert, um die Debatte sowohl über die Vision als auch über ihre einzelnen Bausteine anzuregen.

Aktuelles aus Brüssel

Neue MwSt-Regeln für E-Commerce B2C in der EU ab dem 1.7.2021

Ab dem 1. Juli 2021 werden sich die Mehrwertsteuerregeln für grenzüberschreitende Business-to-Consumer(B2C)-E-Commerce-Aktivitäten ändern. Der Grund dafür ist die Überwindung der Hindernisse für grenzüberschreitende Online-Verkäufe und die Bewältigung von Herausforderungen, die sich aus den Mehrwertsteuerregelungen für Fernverkäufe von Waren und für die Einfuhr von Sendungen mit geringem Wert ergeben.

Weitere Informationen